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Und wieder allein. Traurig, aber beinah schon ein Routinegefühl. Und nun? Warten, warten bis Januar. Bis dahin sind es noch gute 2 Monate ... Doch wenn es soweit ist, haben wir mehr als 4 Tage ...

Freitag, 09. November. 10.34 Uhr, ich komme am Berliner Hauptbahnhof an. Es ist kalt. Ich setze mich und warte, der Zug rollt ein, wir umarmen uns und scheinen uns neu kennen zu lernen. Ab dann ging alles ganz schnell. Wie kann es nur schon wieder Dienstag sein? Es war doch gerade erst Freitag. Diese 4 Tage waren so schön ... Wieso sind solch schöne Momente immer so schnell vorüber? Wieso ist das was mir am meisten bedeutet soweit weg?

Gestern Abend ist es mir erst so richtig bewusst geworden. Den ganzen Tag über wollt ich nicht daran denken das dieser Tag der vorerst letzte ist, das nach diesem Tag wieder eine scheinbar endlos lange Zeit beginnt. Man merkt erst was man hatte, wenn man es verloren hat - wohl wahr. Ich hab ihn nicht verloren, vielleicht aus den Armen, aber nicht aus dem Herzen. Und doch schmerzt es so.

Ohne Abschied gibt es kein Wiedersehen. Stimmt, aber wieso muss es erst einen Abschied geben? Heute morgen schien irgendjemand verhindern zu wollen das er geht. Der Wecker klingelte nicht, wir hatten 10 Minuten Zeit uns fertig zu machen und sind dann wieder los zum Bahnhof ... Ich weiß nicht wie ich darüber denken soll. Der Bahnhof, ein Ort der Freude, aber auch der Trauer ... Das erste Treffen, Gleis 11, das zweite Treffen, Gleis 7 und das dritte Treffen ebenfalls Gleis 7. ... Gleis 11 das erste Treffen, unendliche Freude und gegenüber, am Gleis 13 unendliche Trauer ... Als wir auf dem Weg zum Hauptbahnhof waren, kam mir der Weg dorthin vor wie der Gang zum Schafott. Und dann setzte eine Station bevor wir aussteigen mussten die Bahn aus und wir mussten auf die nächste warten.

Dienstag, 13. November. 7.25 Uhr, Ankunft an Gleis 13. Verhaltenes durch die Gegend schauen. Ich konnte kaum hinsehen wie er weinte ... Wäre wohl auch in Tränen ausgebrochen, aber ich konnte es unmöglich schlimmer machen als es ohnehin schon war. Es ist kalt. Der Zug rollt ein, wir umarmen uns, ein Kuss und ein erneuter schwerer Abschied. Durch die Spiegelung in den Fensterscheiben des ICE's konnte ich nicht sehen wo er ist ... Dann fuhr der Zug los. Weg von hier.

Und nun heißt es wieder warten ...

13.11.07 10:05


Routine

Dienstag, ein verdammt stressiger Tag. Den ganzen Tag unterwegs, den ganzen Tag Kopfschmerzen, den ganzen Tag arbeiten. Bis 20.45 Uhr. Und dann? Hausaufgaben machen oder lieber noch mit jemandem schreiben? Eine Frage die mir durch den Kopf ging während ich mich die Treppenstufen hinaufschleppte. Oben angekommen, Jacke ausgezogen und ab an den Pc. Sucht? Mag sein. Sehnsucht. Doch keiner ist da. Ich kann mit niemandem schreiben, mit niemandem reden, denn in 30 Minuten schaut ja alle Welt Dr. House, verstehe, ist natürlich wichtiger. Ich warte noch bis 21.15 Uhr in der Hoffnung das doch noch jemand kommt der sich dafür interessiert wie mein Tag war, doch Fehlanzeige. Was solls, ich bin es gewohnt, gewohnt allein zu sein. Hört sich ziemlich mitleidig an, traurig, traurige Realität.

Mittwoch, der Wecker reißt mich 6.20 Uhr aus dem Schlaf. Schule, 7 Stunden, darunter eine Presentation die, wie sich später herausstellte, ausfiel. Ich setz mich an den Pc mit dem Gedanken, ich hab noch viele Hausaufgaben im Nacken. Ich beschließe eine Hausaufgabe nebenbei zu machen, eine aufwändige, und gleichzeitig beschließe ich mehr bei meinem Freund zu sein als bei meiner Pflicht. Das bin ich auch, bild ich mir jedenfalls ein. Ein Kumpel von meinem Freund kommt on, dabei brauchte ich gerade seine volle Aufmerksamkeit, aber auch egal. Einige Minuten später, dieser Freund scheint nicht mehr zu schreiben, Andi kommt on. Wieder abgelenkt. Positiv abgelenkt und dennoch abgelenkt. Wieder nicht die Aufmerksamkeit die ich gerade bräuchte. Einige Minuten später, Andi ist wieder weg. Noch eine gute halbe Stunde Zeit um den gesamten Dienstag und den gesamten Mittwoch zu beschreiben. Zu wenig Zeit. Vielleicht auch nur zu wenig Zeit für mich. Telefonieren kann ich mit meinem Freund ja auch nicht, denn um 20.15 Uhr kommt ja Hereos. 21.15 Uhr, wo's vorbei ist können wir auch nicht telefonieren, denn dann kommt ja Stargate. Und bevor ich auf die Idee komme mir morgen einen schönen Abend machen zu wollen, nein, da kommt ja das Promi Special.

20.15 Uhr, ich steh auf und mach den Abwasch, erfüllt von Wut und gleichzeitig von Selbstanschuldigungen. Danach Tagebuch schreiben, Tasche packen und nun erneut Tagebuch schreiben. Ich frag mich wieso ich mich überhaupt später mal an diesen Mist erinnern will. ... Vielleicht will ich es ja auch gar nicht, sondern einfach nur meine etwas gehetzten Gedanken niederschreiben, irgendwo loswerden, wo doch jetzt wieder niemand für mich da ist ...

21.11.07 21:28


   
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